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Abu Simbel und die nubischen Tempel: 250 km südlich von Assuan

Turistic Editorial · 28.07.2026

Zwei Tempel, die der Geschichte trotzten

Die Tempel von Abu Simbel, 250 km südlich von Assuan nahe der sudanesischen Grenze, sind die größte Errungenschaft von Ramses II. (1279–1213 v. Chr.). Der Große Tempel ist dem Pharao selbst gewidmet, mit vier 20 Meter hohen sitzenden Statuen von ihm an der Fassade. Der Kleine Tempel ist seiner Lieblingsfrau Nefertari und der Liebesgöttin Hathor gewidmet. Beide wurden über 20 Jahre in festen Felsen gehauen.

Die größte Rettungsaktion der Geschichte

1959 begann Ägypten mit dem Bau des Assuan-Hochdamms — der Abu Simbel unter 60 Meter Wasser hätte untergehen lassen. Die UNESCO rettete die Tempel 1964–1968, indem sie sie in 1 042 Teile schnitt (jedes 20–30 Tonnen), sie 65 Meter nach oben und 200 Meter zurück versetzte und sie präzise auf einem neuen, von der Agentur gebauten Hügel wieder zusammensetzte. Die komplexeste archäologische Erhaltungsleistung der Geschichte.

Das Sonnenphänomen (Sonnenausrichtung)

Zweimal jährlich — am 22. Februar und 22. Oktober — passieren die Sonnenstrahlen bei Sonnenaufgang direkt durch das Haupttor des Großen Tempels und beleuchten drei der vier Statuen im inneren Heiligtum: Ramses, Ra-Horachte, Amun-Ra. Die vierte Statue, Ptah (Gott der Dunkelheit), bleibt im Schatten. Dieses Phänomen wurde von ägyptischen Architekten vor 3 200 Jahren entwickelt. Nach der Verlegung des Tempels tritt das Phänomen einen Tag nach dem ursprünglichen Datum auf.

Wie besuchen

Von Assuan (280 km): (a) Inlandsflug 45 Minuten, 100 USD einfach, begrenzte Flüge; (b) militärisch begleiteter Autokonvoi um 4 Uhr morgens täglich, 5 Stunden, ab 40 USD pro Person; (c) Nilkreuzfahrt aus Assuan auf dem Nasser-See (Steigenberger MS Omar El Khayyam, 4 Nächte) — die luxuriöseste Art, aber die teuerste. Ankunft am Morgen unerlässlich, weil der Tempel natürliches Sonnenlicht auf den farbigen Reliefs erhält. Ticket 800 EGP.

Andere nubische Tempel

Neben Abu Simbel wurden viele Tempel in derselben UNESCO-Operation verlegt: Philae-Tempel, Kalabsha-Tempel, Wadi-es-Sebua-Tempel. Alle liegen jetzt am Nasser-See, nur mit Nilkreuzfahrten erreichbar. Das Nubische Museum in Assuan erklärt die gesamte Geschichte.

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